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Am 8. September fand im Ratssaal des Alten Rathauses eine Veranstaltung der Muslimischen Gemeinde SALAM Treffpunkt Wittenberg und vom Bündnis WB weltoffen statt. Schon in der kurzen Begrüßungsrede des Bürgermeister Jochen Kirchner wurde durch seinen Appell „Wir müssen Ängste erst nehmen“ deutlich, dass das Thema einigen Zündstoff beherbergt. Auch Talaat Awadallah, 2. Vorsitzender von SALAM stellte seinen Verein vor und konnte nicht erbergen, wie sehr ihn das Thema und die letzen Monate emotional bewegen.

Die Referenten Frau Dr. Dina El Omari und Herr Dr. Assem Hefny sind beide an Hochschulen tätig und beschäftigen sich mit dem Islam und der Rolle der Frau darin. Moderiert wurde der Abend von Reinhild Hugenroth und Olaf Kurzhals vom Bündnis WB weltoffen. Dr. Hefny erläuterte den Islam in dem Religion und Weltliches, also der Staat, nebeneinander stehen, aber auch untrennbar sind und als Gesetzgeber die Scharia, die von Gott gesandt wurde, haben. Er verdeutlichte auch, dass der Islam, der ca. 90% weltliche Vorschriften hat, wandelbar ist und auf die aktuelle Zeit angepasst werden muss. Für die Beurteilung der Scharia-Konformität wird der Mufdi befragt und nur er darf darüber urteilen.

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Die Zeit verging wie im Flug, am 13.08. reisten die 10 WorkCamp -Teilnehmer aus Irland, Japan, Russland, Serbien, Spanien, der Ukraine und aus den Niederladen an. Am 26.8. nun präsentierte das internationale Team der Öffentlichkeit die Ergebnisse des Camps.
Viele Interessierte waren gekommen und folgten den Ausführungen der Camper, die sich einzeln in deutscher Sprache vorstellten. Nach einigen kurzen Reden wurden die Gäste durch den Stadtpark "Park der Begegnung" geführt und an den verschiedenen Stationen wurde von den Teilnehmern erklärt, was sie in den vergangenen fast zwei Wochen renoviert oder geschaffen haben.

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Nach einem Vormittag fleißiger Arbeit im Stadtpark Prettin, ging es für die Campteilnehmer am Nachmittag des 24.08. nach Wittenberg. Mit ein paar Farbresten hier und da begaben sie sich auf die Spuren Martin Luthers. In Englisch wurden das Team durch die Stadt geführt und lauschten interessiert den Ausführungen des Stadtführers.
Die Teilnehmer, die aus der ganzen Welt kommen, sind geschichtlich interessiert und haben sich gezielt dieses Camp ausgesucht, um mehr über Deutschland und seine Historie zu erfahren. Leya aus den Niederlanden ist 19 Jahre alt und hat eine deutsche Oma. Um ihren Wurzeln näher zu kommen, entschied sie sich für das Camp in Prettin.