Am 15. November 2017 fand im Lutherhaus die Engagement- und Demokratiewerkstatt des Landkreises Wittenberg statt. Nach einigen einleitenden Worten, zunächst von Simone Graf (externe Koordinierungsstelle) und Jörg Hartmann (stellvertretender Landrat), konnte der Besucher diverse Vorträge hören. So zum Beispiel über Demokratie im ländlichen Raum von Herrn Dr. Benjamin Höhne oder zum Thema Demokratieentwicklung von Hildegard Rode.

Partnerschaft für Demokratie vergibt Aktionsfonds „Wir für Vielfalt“

Demokratie stärken und Toleranz fördern sind zentrale Ziele der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Wittenberg. Gefördert über das Bundesprogramm: „Demokratie Leben!“ können ab sofort Maßnahmen für Weltoffenheit und gesellschaftliche Teilhabe beantragt werden.

Bis 15. Februar müssen die Anträge gestellt sein. „Der Begleitausschuss wird nach einer Projektpräsentation am 20. Februar über die Förderung entscheiden“, erklärt Simone Graf das weitere Vorgehen. Die Mitarbeiterinnen der Ländlichen Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt e.V. (LEB) bieten den Aktiven aus Vereinen und Initiativen im Vorfeld beratende Unterstützung: „Interessierte können am 30. Januar Beratungstermine vereinbaren und die Antragsstellung vorbereiten“, wirbt Graf und hofft auf innovative Ideen für eine vielfältige Gesellschaft.

Die Projekte sollten von Anfang März bis Mitte Juni umgesetzt werden. Basis für die Anträge ist die „Integrierte Handlungsstrategie“ der Demokratiepartnerschaft im Landkreis Wittenberg.

mouse_select_left.pngHier geht's direkt zur Ausschreibung zum Aktionsfonds „Wir für Vielfalt“ 2018


Gedenkstättenprojekt Prettin

Der zweite Teil unseres Gedenkstättenprojekts „Was bleibt ist dein HEUTE“ führte uns am Wochenende 15.-16. September 2017 in die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin.

Die Leiterin der Gedenkstätte Melanie Engler veranschaulichte uns in einer Führung die beeindruckende Geschichte der Lichtenburg: Im Juni 1933 eröffneten die Nationalsozialisten in dem Renaissanceschloss inmitten der Kleinstadt Prettin ein KZ für männliche Gefangene. Nach dessen Auflösung im August 1937 diente das Schloss Lichtenburg bis Mai 1939 als Frauen-KZ, von September 1941 bis April 1945 als Außenlager  des KZ Sachsenhausen. Die Jugendlichen beeindruckte vor allem die Tatsache, dass das KZ mitten in der Stadt Prettin lag – alle Bürger*innen wussten also über das KZ Bescheid und profitierten auch davon, da die Häftlinge in Prettin und Umgebung diverse Arbeiten verrichten mussten. z.B. bauten sie eine Parkanlage im Zentrum in der Stadt.