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Die Demokratie-Berater*innen des Fördervereins der Deutschen aus Russland Sachsen-Anhalt e.V. veranstalteten im Mehrgenerationenhaus in Wittenberg die erste von mehreren Veranstaltungen im Landkreis, um Interessierten, Vereinen und Verbänden von ihren Integrationserfahrungen zu erzählen und mit ihnen das demokratische System zu diskutieren.
Als die zertifizierten Beraterinnen, die in mehreren Modulen ausgebildet wurden, damals als Spätaussiedler nach Deutschland kamen, hörten Sie überall, das hier Demokratie herrscht, doch was das genau ist, das wussten sie nicht und der Umgang damit musste erst erlernt werden.

Vor allem in der aktuellen Flüchtlingssituation wollen sie ihre Erfahrungen aus der damaligen Zeit nutzen, weitergeben und somit auch andere Personen in ihrem demokratischen Verständnis bestärken.
Nach einem Grußwort von Markus Märker von der Koordinierungsstelle Migration, stellte Olga Tidde als Leiterin das Projekt „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ vor. In diesem Rahmen wurden Erna Nepke und Rita Medshlumjan ausgebildet. Die Beraterinnen stellten ihre Angebote vor, die sie im Rahmen der Demokratiepartnerschaften im Landkreis anbieten.b_220_0_0_00_images_aktuelle-meldungen_2016_DB_DSC00667.jpg
Der Themenvortrag „Vorurteile gegen Flüchtlinge. Was sagt die Statistik“ von Olga Tidde ging direkt in eine Diskussion über. Gezielt wurden dazu Thesen auf Zetteln verteilt, die jeder Besucher der Veranstaltung für sich beantworten und mit anderen diskutieren sollte. Geleitet von den Beraterinnen wurden so die Themen diskutiert und Erfahrungen eingebracht.
Dass Vorurteile auch bei der Bewerbung eine große Rolle spielen, mussten einige der anwesenden Spätaussiedler am eigenen Leibe erfahren. Viele fühlten sich jedoch damals wie heute gut aufgenommen und integriert. Nun sind auch sie gefragt, die neuen Einwohner des Landkreises bei der Integration zu unterstützen.