b_220_0_0_00_images_aktuelle-meldungen_2015_Jugendforum-2015-11-18.jpg„17 Mädchen und Jungen zwischen 11 und 27 werden im neuen Jugendforum mitwirken und die Demokratiepartnerschaft mit ihren Ideen und Aktionen bereichern“, freut sich Urte Neubert-Gräf, Geschäftsführerin der Ländlichen Erwachsenenbildung AG Anhalt-Wittenberg e.V.

Der Verein ist gemeinsam mit dem Landkreis für die Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, verantwortlich. "Die Engagement- und Demokratiewerkstatt, die seit vier Jahren ein wesentliches Element der landkreisweiten Demokratiebildungsangebote ist, bildet den richtigen Rahmen für die Berufung des Jugendforums“, ergänzt die Sozialpädagogin Cornelia Geißler, die den Prozess moderierend begleitet.


35 Schüler aus Sekundarschulen und Gymnasien und von Annaburg bis Wittenberg setzen sich mit den Anforderungen an ein Jugendforum auseinander. In mehreren Arbeitsphasen formulierten sie erste Ziele des gemeinsamen Miteinanders.

 „Das Engagement und der spürbare Wunsch zu aktiven Mitgestaltung hat mich sehr beeindruckt“, lobt die Verantwortliche für „Schulen ohne Rassismus“ in Anhalt-Bitterfeld und im Landkreis Wittenberg die Jugendlichen.

Alle Jugendlichen werden in die weiteren Prozesse einbezogen und auch für weiter Interessierte gibt es Mitmachmöglichkeiten. Zunächst hat sich ein Sprecherkreis mit fünf Mädchen und Jungen gebildet, der die Interessen der Jugendlichen beispielsweise im Begleitausschuss der Demokratiepartnerschaft vertritt.

„In einer Klausur Anfang 2016 werden die jungen Menschen aus den unterschiedlichsten Gemeinden des Landkreises das weitere Vorgehen detailliert besprechen“, blickt Geißler voraus. Denn neben politischer Mitbestimmung sind die Jugendlichen für einen Jugendaktionsfonds verantwortlich, der Aktionen von Kindern und Jugendlichen für Vielfalt und Weltoffenheit ermöglichen soll.

„Nun gilt es die Ziele für zu fördernde Maßnahmen zu formulieren und die Art der Vergabe zu definieren“, erklärt die pädagogische Mitarbeiterin. Die Ergebnisse bilden eine Basis für eine demokratische Jugendbildungsarbeit bis Ende 2019.

„Die Engagement- und Demokratiekonferenz im Jahr 2016 kann genutzt werden, um Erfahrungen zu reflektieren und aktuelle Impulse aufzugreifen“, schlägt Geißler vor. Dabei sei der Erfolg des Jugendforums abhängig von dem Engagement aller Kinder und Jugendlichen in den „Schulen ohne Rassismus“ oder in den Aktionen für Vielfalt in Jugendeinrichtungen und Vereinen.

„Gleichzeitig brauchen die aktiven jungen Menschen anleitende und unterstützende Ansprechpartner, die demokratisches Handeln und Teilhabe in Schule, Verein und Freizeit ermöglichen“, weiß Neubert-Gräf. Hierfür bietet die Fachstelle für Demokratie gemeinsam mit dem Jugendclub ´83 e.V. die fachliche Begleitung. Denn Verantwortungsübernahme von jungen Menschen brauche die nötigen Rahmenbedingungen.