Von Generationen ist es her, dass die Nationalsozialisten im größten Vernichtungslager 1,1 Millionen Menschen ermordeten. Mit dieser verstörenden Zahl wurde Auschwitz weltweit zum Symbol für den Massenmord an europäischen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Die Erinnerung daran verändert sich. Gerade dieser Tage wird die Forderung, die Geschichte „endlich ruhen zu lassen“ immer lauter.

Mit unserem Jugendprojekt, das eine Fahrt in die Gedenkstätte Auschwitz beinhaltet, wollen wir gemeinsam mit den Jugendlichen herausfinden, wie sie sich – nicht mit Verordnungen, sondern mit Neugier und Empathie – erinnern können. Wir wollen uns diesem unfassbaren Ort mit den Fragestellungen der Jugendlichen nähern. Dabei geht es vor allem auch darum, Entwicklungslinien aufzuzeigen. „Von der Lichtenburg nach Auschwitz“ stellt nicht nur Fragen nach den Ursprüngen der NS-Bewegung, sondern ebenso nach Strukturen und Entwicklungen, die „Auschwitz“ möglich machten.

  • Wie stehen Jugendliche heute – die vierte Generation – zu Erinnerungskultur und Auschwitz?
  • Empfinden sie eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Deutschen im Nationalsozialismus – also unter Umständen auch ihrer Vorfahren – als bedeutsam?
  • Wie wollen sie erinnern?

Diese Fragen sowie ihre Gefühle, Gedanken und Erlebnisse am historischen Ort reflektieren und verarbeiten die Teilnehmenden in einem Theaterworkshop während des Aufenthaltes. Ziel ist es, eine szenische Collage zu entwickeln, in der die Teilnehmenden eigene Formen der Erinnerung mit Neugier und Empathie zeigen.

Während der Projektfahrt wird mit den Teilnehmenden gemeinsam eine Strategie entwickelt, welche Inhalte die szenische Collage zeigen soll, wann sie im Rahmen eines Nachtreffens im Landkreis Wittenberg weitergeprobt wird und wo sie anschließend öffentlich aufgeführt wird.


KONTAKT:

LKJ Sachsen-Anhalt e.V.
Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Frau Fiege
Brandenburger Str. 9
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